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Heute bekommt ihr endlich den zweiten Teil zu meiner Behind the Scene Reihe zu lesen. Es soll sich um den Prozess vom Photoshoot bis zum fertigen Blogpost handeln. Ich möchte euch gerne erzählen, wie dies bei uns genau abläuft und vielleicht kann ich dem ein oder anderen von euch noch einen Tipp mitgeben. Vor allem, wenn man mit dem Bloggen beginnt, freut man sich über jeden Hinweis, den man bekommen kann – zumindest ging es mir so.

1 | Outfitauswahl
Bevor es überhaupt richtig los geht mit Bilder machen, muss natürlich ein passendes Outfit ausgewählt werden. Hierbei ist es meiner Meinung nach wichtig, dass ihr euch in dem Outfit selbst wohl fühlt, denn dies wird man auch auf den anschließenden Bildern sehen, ob ihr das Outfit mögt oder nicht. Ich habe zum Beispiel eine Liste auf der ich ab und an Outfitideen notiere, die ich unbedingt noch für den Blog fotografieren möchte. So eine Liste kann total nützlich sein, denn ihr werdet dadurch nicht am Tag an dem ihr die Bilder machen wollt, planlos vor eurem Kleiderschrank stehen und erst einmal eine Stunde damit verbringen, das ideale Outfit herauszusuchen. Die Zeit könnt ihr wirklich sinnvoller nutzen.

Jedoch möchte ich nicht ausschließen, dass es mir auch schon so ging, dass ich mein Outfit noch 3-mal gewechselt habe, bevor wir endlich losgefahren sind.

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2 | Location & Lichtverhältnisse
Als nächstes geht es an die Locationsuche und ich muss zugeben, dass dies für uns mit am Schwierigsten ist, denn nicht jeder Hintergrund passt zu jedem Outfit. Die Suche nach dem perfekten Ort zum Fotografieren kann manchmal länger dauern als das eigentliche Shooting. Am liebsten fotografiere ich an hellen Orten mit einem neutralen Hintergrund. Eine Hauswand, Säulen oder Treppen können zum Beispiel einen tollen Hintergrund hergeben, aber auch ein Pier am Strand ist eine super Location. Dort ist unter anderem eins meiner liebsten Shootings entstanden.

Fast noch wichtiger als die Location selbst, sind die vorherrschenden Lichtverhältnisse. Ich bin ganz ehrlich mit euch – ein Outfit zu fotografieren bei bedecktem Himmel und eher dunklerem Licht macht keinen Spaß und spätestens bei der Ansicht der Bilder am Laptop werdet ihr erkennen, dass euer kompletter Look einfach nicht so schön rüberkommt, wie bei hellem Licht und Sonnenschein.

Die besten Lichtverhältnisse herrschen unserer Meinung nach bei Sonnenschein und indirektem Licht. Das bedeutet, dass wir entweder unter einer Überdachung fotografieren, die zu den Seiten offen ist, wie zum Beispiel hier und hier oder wir uns einen schattigen Platz suchen.

Mein Tipp: Fotografiert niemals im prallen Sonnenlicht – es werden nur unschöne Schatten entstehen, die Bilder werden höchstwahrscheinlich total überstrahlt und und die Farben werden ungenau wiedergegeben.

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3| Kameraequipment
Für den Anfang reicht auf jeden Fall eine einfache Spiegelreflexkamera für euer Hobby aus. Viel wichtiger als die Kamera sind jedoch die Objektive. Was wir so alles bei einem Fotoshooting mit uns herumschleppen, habe ich bereits hier einmal für euch niedergeschrieben.

4 | Entstehungsprozess der einzelnen Bilder
Wir fangen eigentlich immer mit den Ganzkörperaufnahmen an, weil dies meiner Meinung nach mit das Schwierigste ist, bis wir die perfekten Bilder im Kasten haben. Danach kommen die Detailaufnahmen dran. Diese schießen wir von allen wichtigen Einzelteilen des Outfits und zum Schluss machen wir immer noch Porträtaufnahmen, sowie ein paar „Actionaufnahmen“ – wie zum Beispiel Drehungen, wobei die Haare schön in der Luft fliegen. Zeitlich gesehen ist jedes Shooting unterschiedlich. Wir hatten schon alle Bilder nach 20 Minuten im Kasten, haben aber auch schon 1,5 Stunden gebraucht.

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5 | Bilderauswahl + Bildbearbeitung
Zuhause wähle ich dann aus allen Bildern die Schönsten heraus (meistens sind es zwischen 9-11 Stück) und gebe diese weiter an meinen Freund. Er ist bei uns für die Bearbeitung der Bilder zuständig. Wir arbeiten hierfür mit Photoshop um zum Beispiel die Schärfe und den Weißabgleich anzupassen. Wichtig hierfür ist, dass ihr eure Bilder bereits beim fotografieren im RAW-Format macht. Dadurch könnt ihr die Bilder später ohne Qualitätsverluste bearbeiten.

6 | Blogpost schreiben & Kleidungsstücke heraussuchen
Ein kleiner Text darf natürlich auch nicht fehlen. Dieser fällt mir manchmal einfacher und manchmal schwerer. Bei einen Outfit habe ich sofort eine kleine Geschichte oder Passendes für den Text im Kopf und bei anderen Beiträgen sitze ich Stunden vor meinem PC und tue mich schon bei 2 Zeilen schwer. Ich denke aber, dass dies vollkommen normal ist und es meinen Bloggerkolleginnen ab und an nicht anders ergeht.

Desweitern suche ich für euch die Kleidungsstücke, die ich trage, in verschiedenen Onlineshops heraus, um diese euch am Ende des Blogpostes zu verlinken.
Dieser ganze Prozess kann 4-5 Stunden dauern, was wirklich nicht wenig ist, aber wenn man liebt was man tut, kommt einem das Ganze gar nicht so lange vor.

Ich hoffe ich konnte den einen oder anderen Bloganfänger ein paar Tipps mit auf dem Weg geben und wünsche euch noch schönes verlängertes Wochenende.

Liebste Güße,
Luise

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20 thoughts on “Vom Photoshoot bis zum Blogpost | Behind the Scences

  1. Hallo Luise,

    ich habe dich ja auf der Braun Gewinnspielseite gefragt, ob du nicht mal ein making-of machen möchtest. Super dass es das schon gibt. Da sieht man mal wieviel Aufwand dahinter steckt, bis es so perfekt wird!

    Vielen Dank nochmal unter mach weiter so.

    Claudia

  2. Ich hoffe, dass viele diesen Post lesen, die nicht so viel mit dem Bloggen selbst am Hut haben. Dann lesen sie nämlich mal, was alles dahinter steckt! Am schwersten fällt es uns, wie du schreibst, einen passenden Hintergrund zu finden. Da sind wir meistens ziemlich spontan ;-) Und dann noch die Bildauswahl, weil wir uns oft überhaupt nicht entscheiden können – wie bei Klamotten auch :D Aber echt ein super Post, gerne mehr davon!

  3. Genau so läufts bei uns auch ab! Du hast recht, vor allem die Locationsuche gestaltet sich mitunter doch schwierig. Vor allem wenn man nicht viel Zeit hat und nicht noch ewig irgendwo hingehen oder fahren will..Aber damit steht und fällt ein guter Shoot! Genau wie die Lichtverhältnisse…ich ärgere mich jedes Mal zu tode, wenn wir einen Shoot planen und es wie aus Eimern gießt! Es gibt für einen Blogger glaube ich nichts schlimmeres…
    Liebst Christin
    von Glasschuh.com
    besuch mich auf Facebook

    1. Du hast vollkommen Recht liebe Christin – Regen, Wind und Kälte sind die schlimmsten Wetterbedingungen, die einem Blogger passieren können.

      Hab noch einen schönen Tag,
      Luise

  4. Ein Fotoshooting ist keine leichte Sache! Bei uns ist es so: mein Mann schießt die Fotos und die Kinder (1,5 und 5 Jahre alt) laufen hin und her. Jedes mal werden auch Fotos mit den Kindern gemacht, weil sie natürlich auch fotografiert werden wollen. Da wir immer zu viert sind, ist es sehr wichtig das die Location kindertauglich und sicher ist, damit ich auch in die Kamera schauen kann. ;)
    Toller Beitrag!

    Liebe Grüße
    Borislava von http://www.colourclub.at

  5. Die richtigen Lichtverhältnisse zu haben ist wirklich sehr schwer,
    es spielen einfach so viele Faktoren mit rein.
    Und so spontan kann ich meine Fotos leider nicht planen, dass dann immer alles passt.
    Aber deine Tips finde ich sehr gut :)

    Liebste Grüße ♥ MS
    Sparkle & Sand

  6. Liebe Luise, was für eine schöne Idee einen behind-the-scene Post zu schreiben! Die passende Location zu finden ist wirklich kniffelig. Wer macht deine Fotos? Ich habe gemerkt, dass bei uns viel schönere und natürlichere Fotos entstehen, wenn Freunde und Bekannte uns knipsen. Bei einer professionellen Fotografin war ich total gehemmt und verkrampft.

    Ich wünsche dir alles Liebe und sende dir schöne Grüße aus Köln :-)
    Sarah von http://meinlieblingsmoment.de/

    1. Liebe Sarah,
      danke für deine lieben Worte. Mein Freund macht die Fotos von mir und ich kann es total nachvollziehen, dass man viel entspannter ist, wenn Freunde oder Bekannte die Bilder von einem machen. Das wäre bei mir nicht anders.

      Liebste Grüße nach Köln

      1. Ahhh, das sieht man den Bildern auch an :-) Gefällt mir sehr gut!
        Hab einen schönen Pfingstmontag :-)

  7. Das ist eine wirklich coole Postidee!
    Ich finde es toll zu sehen, wie viel Arbeit hinter den Posts steckt, denn so weiß man das irgendwie mehr zu schätzen :)
    Dein Blog ist super schön <3
    Würde mich freuen, wenn du auch mal bei mir vorbeischaust und wir uns gegenseitig unterstützen :)

    Liebe Grüße

    http://nilooorac.blogspot.de/

    1. Ja genau =) Bei mir ist es auch immer ein Kleidungsstück, was ich unbedingt zeigen möchte und der Rest wird dazukombiniert.

      Hab einen schönen Sonntag Christina <3

  8. sehr cooler Post :)
    vor allem den Entstehungsprozess der Bilder finde ich sehr schwer!
    darf ich fragen, wer deine Fotos schießt und wieviel Zeit ihr darin investiert? machmal habe ich das Gefühl, dass auch gefühlt nach Stunden noch nichts gutes draus geworden ist …

    schönes Pfingst-Wochenende,
    <3 Tina
    https://liebewasist.wordpress.com/

    1. Mein Freud übernimmt nicht nur die Bilderbearbeitung bei uns, sondern er schießt die Fotos auch von mir. Fotografie ist eins seiner Hobbies und somit habe ich Glück, dass er Freude daran hat, obwohl ich ihn mit meinem Perfektionismus manchmal in den Wahnsinn treibe :D
      Wie ich schon geschrieben habe – manchmal geht es voll schnell, weil alles passt (Location, Licht) und manchmal fotografieren wir ewig. Du bist also nicht alleine =)

      Ich wünsche dir einen schönen Sonntag,
      Luise

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