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Dinge, die bei Bloggern immer unterschätzt werden

Bloggen – ein ernstzunehmender Beruf? Immer noch eine große Streitfrage, welche meist von Unwissenden angefacht wird. „Ihr bekommt alles umsonst“ und „Mehr als 5 Bilder und 3 Zeilen Text“ macht ihr nicht, sind Standardaussagen. Ich frage mich oft, ob Personen überhaupt nachdenken, bevor sie solche Aussagen äußern. Ich frage ja schließlich auch niemanden zu erst, ob das was er tut auch wirklich ernstzunehmend ist.

Lest diesen Beitrag bitte auch mit einem Schmunzeln, denn das Bloggen ist eines der Besten Dinge, die mir in den letzten Jahren passiert ist und ich liebe was ich tue. Jedoch gibt es immer wieder Dinge, wo ich nur die Augen verdrehen kann und ein paar von diesen möchte ich in diesem Beitrag ansprechen. Dieser Beitrag ist ebenfalls der Start meiner zweiten Themenwoche, welche sich rund um das Thema Bloggen drehen soll. Wer meine erste Themenwoche um das Thema Paris verpasst hat, kann sich gerne hier alle Beiträge dazu anschauen.

 

Es ist nicht alles Gold was glänzt

Der Instagramfeed vieler erfolgreicher Blogger sieht mehr als vielversprechend aus. Fashionweek in London, New York und Paris, ein großartiges Event hier, eine volle Goodie Bag da und jede Woche in einer anderen Stadt. Der Traum von vielen Mädchen? Vielleicht, aber auch nur solange man die Branche nicht näher kennt, denn hinter jedem hübsch angereihten Instagramfeed verbirgt sich soviel mehr, was eben nicht glitzert. Das Event, was auf dem Bild so toll aussieht, war am Ende eventuell ein totaler Reinfall. Das leckere Frühstück, welches du eben gepostet hast, hast du bereits vor Tagen fotografiert und sitzt an Stelle dessen gerade mit deiner Schüssel Cornflakes am Esstisch. Was viele Außenstehende nicht wissen (inklusive mir, bevor ich mich mit dieser ganzen Branche mehr beschäftigt habe) ist, dass sehr viel gestellt ist und nicht gerade in genau diesem Moment passieren. Glaubt also nicht alles, was ihr auf Social Media seht.

 

Bloggen ist mehr als nur ein hübsches Kleid tragen

Für alle Unwissenden, die immer glauben, das Blogger nur schöne Kleidung tragen, muss ich an dieser Stelle enttäuschen. Den hinter einem Blog steckt soviel mehr! Wir sind Redakteur, Grafiker, Fotograf, Journalist, Buchhalter, Model, Programmierer und IT-Spezialist zugleich. Aufgaben, welche bei einem Modemagazin die verschiedensten Personen übernehmen, machen wir Blogger alles selbst. Wir sind zuständig für jede kleine Entscheidung, welche den Blog betrifft und tragen im schlimmsten Fall auch die Konsequenzen, wenn es einmal nicht nach Plan lief. Buchhaltung – Steuererklärung? Auch solche unspannenden Themen gehören dazu und jeder der einmal mit HTML gearbeitet hat, weiß welche B*tch sie sein kann!

Ein riesiger Dank geht hier jedoch an alle fleißigen Männer, die hinter ihren Frauen stehen und sie tatkräftig unterstützen. Wir wissen es ist nicht immer leicht mit uns und ihr müsst viel ertragen, aber darum lieben wir euch umso mehr!

 

Außer 5 Bilder und 3 Zeilen Text macht ihr eh nichts!

Wenn ich solche Aussagen höre und lese, kann ich immer nur sehr schmunzeln und ein bisschen die Augen verdrehen. Vor allem in den letzten Jahren gab es in dieser Branche keine größere Diskussion, ob Bloggen wirklich ein Job ist oder nicht. JA  ist er und viele unterschätzen dies enorm. Ich verstehe diese Diskussion leider nicht, denn hat man schon einmal eine Buchhalterin, Verkäuferin oder einen Bäcker gefragt, ob ihr Job wirklich ein Job ist? Ich glaube nicht!

Um einen Blog erfolgreich führen zu können, stehen täglich viele Aufgaben an, welche für Leser und Außenstehende nicht sichtbar sind. Viele Personen nehmen nur das wahr was sie auch wirklich sehen (was mich wieder zu Punkt 1 kommen lässt) und alles was im Hintergrund abläuft wird häufig vergessen.

 

Feierabend und entspannte Urlaube gibt es so nicht mehr

Normale Bürozeiten von 9 – 17 Uhr gibt es in diesem Job nicht, denn es gibt eigentlich immer etwas zutun, sei es noch Kommentare von Lesern zu beantworten, Instagramposts planen oder einfach bei anderen Blogs vorbeizuschauen um zu wissen, was deine Kolleginnen gerade Neues gepostet haben. Wenn man im Urlaub ist, ist der Zwiespalt zwischen sich erholen und dennoch Kontent für den Blog zu produzieren besonders groß, vor allem wenn die Umgebung schön ist und man natürlich darüber berichten möchte.

Manch einer mag jetzt sagen, dass man als Person ohne Blog ja ebenfalls Bilder im Urlaub macht. Ja, das stimmt, aber es gibt einen riesigen Unterschied zwischen privaten Urlaubsbildern und Bildern, die für einen Blog entstehen. Die richtige Balance zu finden ist schwierig und auch ich habe noch nicht das ideale Rezept dafür gefunden.

Dieser Beitrag schwirrt schon seit längerer Zeit in meinem Kopf herum und ich bin freue mich ihn endlich online gestellt zu haben und somit meine zweite Themenwoche einzuläuten. Ich freue mich sehr auf eure Meinung und eventuelle Punkte, die hier ebenfalls zum Thema passen.

13 thoughts on “Dinge, die bei Bloggern immer unterschätzt werden | Themenwoche Bloggen

  1. Ich hatte letzte Woche leider keine Zeit deine schönen Beiträge zu lesen und hole das nun nach.
    Der erste Beitrag deiner Themenwoche ist auf alle Fälle schon mal sehr gelungen! Ich blogge nur als Hobby und es ist wirklich ein zeitintensiven Hobby, wenn man es ordentlich machen möchte. Es gibt so viele Berufe, die aus Hobbys entstehen, wer fragt denn bitte die Fußball-Nationalmannschaft wann sie neben dem Fußball arbeiten gehen? Keiner oder? Nur weil das Bloggen noch ein vergleichsweise neues Berufsbild ergibt, ist es ja nicht gleich ein leichter Beruf. Ganz im Gegenteil, da es noch keinen großen Erfahungsschatz gibt auf den man zugreifen kann, wie bei anderen Berufen. Also ich habe Hochachtun vor Allen, die hauptberuflich Blogger sind!

    Liebste Grüße, Josie
    http://www.josiejolie.com

  2. Ha, ein toller Beitrag :). Besonders der Punkt „Außer 5 Bilder und 3 Zeilen Text macht ihr eh nichts!“ hat mich früher echt geärgert. Mittlerweile kann ich auch nur noch drüber grinsen. Liebe Grüße Mareike

  3. Ein toller Beitrag zu Beginn deiner Themenwoche. Dafür auch ein ganz großes Lob! Ich finde Beiträge, die sich mit dem Thema „Bloggen“ beschäftigen super spannend und lese gerne wie andere Blogger denken. Gerade was so diesen ganzen Papierkram hinter dem Bloggen betrifft.

    Liebe Grüße, Milli
    (http://www.millilovesfashion.de)

  4. liebe Luise,
    ich finde du hast hier wunderbar auf den Punkte gebracht, was Bloggen eigentlich bedeutet. ja, man kann damit Geld verdienen und es hat auch andere wundervolle Vorteile wie Reisen und Testrodukte. aber dahinter steckt eben eine ganze Menge Arbeit und Zeit, die nicht zu unterschätzen sind.
    selbst als „Hobby“-Blogger investiert man davon soeviel wie jemand, der einem Vollzeitjob nachgeht, denn wie du auch schreibst, der „blogger-Job“ kennt keine geregelten Arbeitszeiten und schon gar keinen Urlaub!

    das wichtigste ist am Ende aber, dass wir die Arbeit und Zeit gerne mit diesen Dingen verbringen. nur dann kann beim Bloggen auch ein schönes Ergebnis entstehen :)

    hab einen schönen Montag und eine tolle Woche liebe Luise,
    ❤ Tina
    https://liebewasist.wordpress.com/
    https://www.instagram.com/liebewasist/

    1. Danke für deinen ausführlichen Kommentar liebe Tina. Ich freue mich sehr, dass der Beitrag so gut bei euch angekommen ist und ich kann dir nur zustimmen

  5. Du hast es absolut auf den Punkt getroffen meine Liebe :) Unterschreibe ich genauso und nicht anders! Leider machen sich die meisten Leute keine Gedanken darüber welche Arbeit alles hinter einem solchen Beitrag steckt. Auch ich bin gerade im urlaub und meine liebste Freundin, die mit mir verreist musste natürlich so einige Male als Fotografin herhalten und weiß mittlerweile das Urlaub auch anstrengend werden kann. ich hoffe sie verzeiht es mir :)
    Liebst Kathi
    http://www.meetthehappygirl.com

  6. oh ja´,
    du sprichst mir so aus der seele. seit das neue semester begonnen hat, darf ich auch alles immer runter beten. und wenn dann der sprucht kommt, dass man hauptberuflich student sein sollte…könnte ich direkt los lachen.
    toller post

    alles Liebe deine AMELY ROSE

  7. Ohhh ich kann dir nur so zustimmen! Mich selbst haben solche Aussagen zwar nie wirklich betroffen, aber ich weiß, was der ein oder andere denkt, und ich sehe, was bei anderen kommentiert wird. Du hast so recht, ich habe letzte Woche Urlaub in Stockholm gemacht, musste trotzdem Mails beantworten, Rechnungen schreiben usw. Also entspannter wird es auf keinen Fall, vor allem neben der Uni, wenn man ein wenig Druck hat um das gute Licht für die Fotos noch zu erwischen, es gibt immer etwas, dass einen stresst.
    Wirklich ein super Post!

    Liebe Grüße,
    Tamara | brunettemanners.at

    1. Das mit dem Licht im Herbst/Winter ist wirklich schwierig und ich weiß genau was du meinst Liebes :D und das mit dem „Urlaub“ ist wirklich so eine Sache. Als wir im Februar diesen Jahres für zwei Wochen in Südafrika waren, habe ich auch zwischendrin immer Mails beantwortet und nach den perfekten Fotolocations Ausschau gehalten.

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