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USA Roadtrip – Route und Kosten

Als wir 2013 von unserem zweiwöchigen USA Roadtrip zurückkamen, waren wir uns einig, dass wir dies auf jeden Fall noch einmal wiederholen wollen – schon allein um alles nachzuholen, was wir 2013 zeitlich nicht geschafft hatten.

6 Jahre später sollte es endlich soweit sein. Die Flüge waren bereits gebucht, alle Unterkünfte reserviert und unsere diesjährige Route stand fest. Hauptschwerpunkt – alle Nationalparks, welche wir 2013 nicht besucht hatten und den ganzen Roadtrip stressfreier gestalten wie vor 6 Jahren. Lieber einen Tag länger an einem Ort bleiben und kürzere Autofahrten, denn diese sind erfahrungsgemäß mit der Zeit am Anstrengendsten.

Gesagt getan und somit landeten wir nach einem 12 stündigen Flug sicher in Los Angeles. Wir lieben die kalifornische Grossstadt sehr und könnten hier auch zwei Wochen bleiben, ohne das uns langweilig wird. Bei diesem Roadtrip hatten wir jedoch gerade einmal 3 Tage eingeplant, von denen wettertechnisch 2 Tage so gar nicht auf unserer Seite waren. Schon einmal Regen in Kalifornien im Mai erlebt? Nein, wir auch nicht!

Übernachtet haben wir übrigens in Hermosa Beach. Falls euch die Preise in Los Angeles für Unterkünfte ebenfalls zu teuer sein sollten, ist dies eine schöne Alternative. Pro Nacht haben wir im Quality Inn um die 90 $ gezahlt. Das Frühstück ist nicht weltbewegend, aber für amerikanische Verhältnisse noch akzeptabel.

Was man sonst in Los Angeles unternehmen und erleben kann? Eine ganze Menge! Schaut hier gerne bei meinem Blogpost über 20 Aktivitäten, welche man in L.A. nicht verpassen sollte, vorbei.

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1. Zwischenstopp – Palm Springs/Joshua Tree Nationalpark

Nach drei Tagen verließen wir Los Angeles und starteten somit offiziell unseren Roadtrip. 

Zwischenstationen: 

  • die Cabazon Dinosaurier (man muss nicht den Park besuchen, um ein cooles Bild mit den Reptilien aus der Urzeit zu machen, da diese direkt am Eingang stehen)
  • die berühmten Windräder bei Palm Springs – was für viele eventuell uninteressant erscheint, stand ganz weit oben auf unserer Foto Location Liste. 

Endziel für unseren 1. Roadtrip Tag – Palm Springs bzw. eher Yucca Valley. Wir entschieden uns bewusst für eine Unterkunft in Yucca Valley, da dies der ideale Ausgangspunkt für unseren Besuch im Joshua Tree Nationalpark war, welchen wir auch noch am selben Tag abends besuchten. Der Nationalpark kostet 30$ Eintritt pro Auto und ist absolut sehenswert. Mit ungefähr 750 verschiedene Pflanzenarten bildet der Joshua Tree Nationalpark den Übergang zwischen der Mojave-Wüste und der Colorado-Wüste.

Unsere Unterkunft in Yucca Valley war übrigens das America Best Value Inn, welches für nur 54 $ mit Frühstück ein echt überraschender Glücksgriff war. Wir hatten ein großes Zimmer mit Terrasse und Zugang zum Innenhof, welcher eine liebevoll angelegter Rosengarten war. Mit diesem Ausblick konnte der nächste Morgen bei einem kleinen Frühstück besonders gut starten.

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2. Zwischenstopp – Las Vegas

Auf der Route zu unserem nächsten Zwischenstopp Las Vegas, haben wir noch einen kleinen Umweg zum Pioneertown ca. 10 km vom Yucca Valley eingelegt. Hier findet man eine alte Westernstadt wie man sie aus Filmen kennt. Detailreich gestaltete Fassaden und Accessoires aus der Goldgräberzeit schmücken die alten Holzhütten. Ein paar kleine Shops laden zum stöbern ein. Wir verbrachten hier ca. 30 Minuten und schon ging es weiter Richtung Nevada.

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Kurz vor Las Vegas gibt es eine Sehenswürdigkeit, welche etwas Farbe ins sonst recht einheitliche orange/rot der Umgebung bringt. Ca 30 Minuten vom Stadtzentrum entfernt, liegen die weltbekannten „Seven Magic Mountains“. Es sind 7 bunte Türme aus angemalten Steinen, welche mitten in der Wüste platziert sind. Dieses Kunstwerk ist ein willkommener Zwischenstopp auf der Anreise nach Las Vegas und läd für ein paar tolle Fotos ein.

 

Aber dann… hier waren wir wieder. In der Stadt der Sünde ;) Bereits zum 3. Mal besuchten wir nun Las Vegas. Beim ersten Mal sind wir noch in einer kleinen Travellogde nahe des Flughafens abgestiegen, beim zweiten Mal in der Pyramide des Luxor Hotels, wählten wir nun ein Resort nicht direkt am Strip. Warum? Wenn man bereits ein paar Mal in Vegas war, weiß man welche versteckten Kosten einen erwarten können. Parken 15 $ pro Nacht, Resort Fee 35 $ pro Nacht, Frühstück 25 $ pro Person und Nacht… da wird das vermeintliche Hotelschnäppchen gleich mal ganz schön teuer. 

Das wollten wir uns dieses Mal ersparen. Wir wählten somit das Rio Resort gleich hinter dem berühmten Caesars Palace. Es liegt nicht direkt am Strip, aber bei einem Zimmerpreis von 48 $ inkl. Resortfee (dank American Express Karte), Parkgebühren und ein Frühstückscoupon für Starbucks im Wert von 10 $ im Preis enthalten. Darüber hinaus war das Zimmer mit Stripview, sauber und riesig. Auch die Pool Area war gepflegt und hatte verschiedene Pools. Wir würden jederzeit wieder hier schlafen.

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3. Zwischenstopp – Page

Zwei Tage später verließen wir Las Vegas und machten uns auf den Weg nach Page in Arizona. Eine sechsstündige Autofahrt stand uns bevor und wir wollten diese mit zwei Nationalparks verschönern, welche auf dem Weg lagen. 

Erster Halt war der Valley of Fire Statepark, welcher ganz in der Nähe von Las Vegas liegt und zudem der älteste und größte Statepark Nevadas ist. Die roten Sandsteinformationen haben sich vor 150 Mio. Jahren  aus großen Wanderdünen geformt. Des Weiteren kann man zahlreiche Felsformationen aus Kalk- oder Schiefergestein entdecken, welche sich durch extensive Erosionen gebildet haben. Uns hat der Statepark mehr beeindruckt, als wir erwartet haben, weshalb wir diesen mit gutem Gewissen weiterempfehlen können.

Eintritt pro Person: 5$

Auf dem Weg nach Page ging es von Nevada über Arizona, teilweise durch Utha und schlussendlich wieder nach Arziona. Unser Navi hatte ganz schön zu tun, jedes Mal wenn wir die Grenze nach Utha überschritten, die aktuelle Zeit zu finden. Denn zwischen den beiden Staaten herrschen unterschiedliche Zeitzonen. Auf unserer 6-stündigen Autofahrt machten wir auch wieder einen Stopp bei In-n-out Burger, was auf einem Roadtrip im Westen der USA definitiv dazu gehört.

In Page angekommen, nutzen wir gleich noch den Sonnenuntergang und besuchten den berühmten Horseshoe Bend des Colorado River, welcher hier direkt aus dem Lake Powell kommt und den Beginn des Grand Canyon darstellt. Auch hier lassen es sich die Ureinwohner nicht nehmen und nutzen den Tourismus aus. Man zahlt hier zwar keinen Eintritt, wie bei den anderen Nationalparks, dafür aber 10$ fürs Parken. 

Der Besuch lohnt sich jedoch sehr, weshalb es ein Muss ist, wenn man schon einmal in der Nähe ist. Ausgelaugt von der langen Fahrt bezogen wir unser Quartier für die nächsten beiden Nächte. Das Country Inn by Radisson war unsere Wahl. Grundsätzlich sind die Unterkünfte in Page sehr überteuert. Mit rund 150 Euro pro Nacht muss man leider locker rechnen und da es weit und breit nichts anderes gibt, wie diese Stadt, hat man kaum eine Wahl. Da wir bei Radisson jedoch Rewards Punkte sammeln und sich in den letzten Jahren ein bisschen was angesammelt hat, haben wir diese eingesetzt und am Ende pro Nacht nur 50 Euro ausgegeben.

Am Folgetag machten wir uns direkt 7 Uhr wieder auf den Weg. Unser Ziel: das Monument Valley! Die Route von Page zum Monument Valley ist kaum besiedelt (packt euch also lieber etwas zum Essen ein) und man durchkreuzt verschiedenste Landschaftsformen. Der Eintritt zum Monument Valley kostet 20$ pro Auto. Leider hatten wir hier nicht genügend Zeit die volle Off-Road Tour durch die berühmten roten Felsen zu machen, denn am Nachmittag wartete unserer vorausgebuchten Tour durch den Lower Antelope Canyon auf uns.

Somit machen wir uns nach einem kurzem Aufenthalt wieder auf den Weg zurück nach Page, bzw. zum Startpunkt unserer Tour durch den Lower Antelope Canyon. Die von oben unsichtbaren Höhlen wurden über Jahrtausende von der Erosionskraft des Wassers geschaffen. Dies sollte eins der großen Highlights auf unserem Roadtrip werden und die rund 50 Euro pro Person ist der Besuch definitiv wert.

Wichtig ist zu wissen, dass die Touren bereits Wochen im Voraus ausgebucht sind. Also wer von euch einen Roadtrip plant, sollte mindestens 1-2 Monate im Voraus die Tour buchen. Die geführte Tour dauert ca. 1 Stunde. Wir hatten einen besonders windigen Tag erwischt, was dafür sorgte, dass der Wüstensand in die Felsspalten hineinwehte und uns wie Schnee bedeckte. Am Ende hatten wir einen tollen rotbraunen Teint.

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4. Zwischenstopp – Kingman

Der nächste Tag stand ganz im Zeichen der Weiterreise. Vom entferntesten Punkt des Roadtrips ging es wieder Richtung Süden über Flagstaff und dann entlang der Historic Route 66 nach Kingman. Auf der Straße waren wir dann stetig auf der Suche nach den berühmten Route 66 Zeichen. An allen  möglichen Orte entlang unserer Route, welche wir uns vorher rausgesucht hatten, waren die Zeichen verschwunden. Die Straße war entweder ganz frisch neu asphaltiert worden oder die Zeichen sichtbar schwarz übermalt. Warum und wieso man diese Touristenattraktion entfernt hatte, könnten wir uns nicht erschließen. Erst an unserem Zielort in Kingman haben wir auf Nachfragen an unserer Rezeption ein Route 66 Zeichen gefunden.

In Kingman nutzen wir die Zeit um Lebensmittel einzukaufen und übernachteten im selben Hotel wie bereits 2013. Das Best Western Inn & Suites hatte uns damals so gut gefallen, dass wir es gleich wieder buchten. Leider hatten wir dieses Mal nicht so viel Glück mit dem Zimmer und bekamen ein Zimmer in einem so ungünstigen Winkel des Gebäudes, dass zum einen keine Internetverbindung funktionierte und sich zum anderen genau vor unserem Fenster ein Generator befand, welcher lautstark vor sich hin arbeitete. Bezahlt haben wir für die Unterkunft 78 Euro.

 

4. Zwischenstopp – Las Vegas

Nun war langsam Endspurt im Roadtrip angesagt. Von Kingman ging es wieder nach Las Vegas, oder genauer gesagt nach Henderson zum Lake Las Vegas. Unser Rückflug ging am Sonntagabend von Los Angeles, weshalb wir unseren letzten Abend noch einmal gebührend ausklingen lassen wollten. Da Hotels in Las Vegas am Wochenende schier unbezahlbar sind (die Preise sind 3-4x teurer wie unter der Woche), fanden wir ein gutes Angebot etwas außerhalb der Stadt. Das Westin Lake Las Vegas bot uns für 100 Euro einen gehobenen Standard und eine tolle Anlage.

Leider hatten wir wahnsinniges Pech und haben am Ende 4 Mal unsere Zimmer wechseln müssen. Warum? Zuerst wurden wir unter dem falschen Namen eingecheckt und somit bezogen wir dementsprechend auch ein nicht für uns vorgesehenes Zimmer. Zudem wurde durch die Doppelbuchung auch die Resortfee doppelt gebucht und direkt von unserer Kreditkarte abgezogen. Nachdem wir die Mitarbeiter an der Rezeption aufgeklärt haben, dass wir gar nicht die Personen sind unter dessen Namen wir eingechekct wurden, bekamen wir ein anderes Zimmer. Soweit so gut. Wir machten uns auf den Weg in die Stadt um den Abend dort zu verbringen. Als wir gegen 22:00 wieder zurück im Hotel waren und schlafen gehen wollten, da wir am nächsten Morgen gegen 6:00 aufstehen mussten, begann im Nebenzimmer eine lautstarke Party. Anhand der Jubelschreie von einigen weiblichen Gästen bin ich bin sicher, dass ein oder mehrere Stripper im Zimmer waren.

Jedenfalls war uns klar, dass es hier nicht so schnell ruhig werden würde und wir gingen erneut zur Rezeption und fragten nach einem anderen Zimmer. Was nach einem vorerst schnellen Zimmerwechsel aussah, stellte sich am Ende als komplizierter heraus, als wir dachte. Der Mitarbeiter an der Rezeption hat uns einfach ein Zimmer gegeben, welches komplett außerhalb der Anlage lag. Wir wunderten uns nämlich schon, weil die Zimmernummer nirgends auffindbar war. Also – zurück zur Rezeption. Dann bekamen wir wieder ein neues Zimmer. Wenn ihr denkt unsere Odyssee hätte hier ein Ende. Leider nein, denn die Zimmerkarten funktionierten nicht! Zurück zur Rezeption – erneutes Ausstellen der Zimmerkarten und endlich hatten wir eine Bleibe für die Nacht.

Etwas unausgeschlafen ging es dann nach einem enttäuschenden Frühstück welches wir Aufgrund der Unannehmlichkeiten gratis bekommen haben, wieder auf die Interstate 15 nach Los Angeles. Ziel war es 14:30 Uhr den Mietwagen bei Alamo abzugeben und zwischendurch noch ein letztes Mal bei In-n-Out zu stoppen. In Barstow auf halber Strecke gibt es eine extra große Filiale, welcher auch gerne von Bustouren angefahren wird. Pünktlich kurz nach uns, stürmten diese auch mit unseren asiatischen Reisefreunden das Geschäft und stellten den kompletten Laden auf den Kopf.

Nach weiteren zwei Stunden Fahrt bogen wir auf die Minute bei Alamo am Flughafen LAX ein und verabschiedeten uns von unserem treuen Auto. Für unsere 11 Tage haben wir insgesamt 280 $ gezahlt und unsere Benzinkosten beliefen sich am Ende auf  ca. 200$. Unsere genaue Route habe ich euch auch noch einmal in Google Maps erstellt.

 

Route für West Coast Road Trip mit Nationalparks in Arizona und Nevada
Quelle: maps.google.de

 

Flugkosten

Um unsere Kostenliste hier zu vervollständigen, möchte ich auch noch unsere Kosten für unseren Flug mit euch teilen. Hier hatten wir ein wahnsinnig günstiges Angebot von Lufthansa von Frankfurt nach Los Angeles genutzt (Rückflug von L.A. über Zürich nach Berlin). Somit buchten wir uns nur noch einen Zubringerflug von Berlin nach Frankfurt und zahlen am Ende für alles 235€ pro Person.

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Ich hoffe, dass diese Art von Blogpost euch gefallen hat und ihr einen besseren Überblick bekommen habt, mit welchen Kosten man bei einem Roadtrip, wie wir ihn gemacht haben, rechnen muss.

Habt ihr weitere Fragen, dann stellt mir diese einfach in den Kommentaren und ich versuche euch diese zu beantworten!

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